
FOR BEAUTIFUL PRODUCTS
Wir lieben Kleidung. Den Stoff auf der Haut, die Nähte, die sitzen, die Schönheit im Detail. Deshalb entstehen unsere Kollektionen in der Regel auftragsbezogen. Im Geschäftsjahr 2024/25 wurden 82 % unseres Absatzvolumens mit verbindlichen Vorbestellungen erzielt.
DER STOFF AUS DEM DRYKORN IST
Zuallererst ein Transparenzhinweis: Die Herkunft eines Materials allein sagt wenig über seine gesamten Umwelt- oder Sozialauswirkungen aus. „Natürlich“ bedeutet nicht automatisch „besser“ – es spielen immer mehrere Faktoren zusammen.
In unserem Fall sind natürliche Fasern die am meisten verwendeten: 78 % unseres Umsatzes im Geschäftsjahr 2024/25 stammt aus Produkten aus natürlichen Fasern wie Baumwolle und Leinen, tierischen Materialien wie Wolle und Leder oder regenerierten Fasern wie Viskose und Lyocell, die durch ein chemisches Verfahren aus Zellulose gewonnen werden. 22 % kommt aus synthetischen Fasern fossilen Ursprungs, hauptsächlich Polyester, Polyamid und Elasthan. Wir setzen sie dort ein, wo ein Kleidungsstück Dehnbarkeit, Formbeständigkeit oder Abriebfestigkeit benötigt.
Baumwolle
Baumwolle ist mit Abstand unsere am häufigsten verwendete Faser, gefolgt von Schafwolle und Polyester.
Deshalb setzen wir uns durch unsere Mitgliedschaft in der Better Cotton Initiative (BCI) dafür ein, weltweit zur Verbesserung des Baumwollanbaus beizutragen.
Baumwollfarmen, die am Programm der Better Cotton Initiative teilnehmen, werden auf die Einhaltung der Grundsätze und Kriterien der Better Cotton Initiative geprüft und verfügen über eine Lizenz oder ein Zertifikat, um ihre Baumwolle als BCI-Baumwolle zu verkaufen. Das System der Better Cotton Initiative basiert auf einem Massenbilanzmodell. Baumwolle aus teilnehmenden Betrieben wird nach der Entkörnung mit konventioneller Baumwolle gemischt. BCI-Baumwolle ist daher physisch nicht bis zu unseren Produkten zurückverfolgbar, und unsere Produkte sind nicht als Produkte mit BCI-Baumwolle gekennzeichnet. Laut BCI ist das Programm darauf ausgelegt, die teilnehmenden Landwirte bei der Verbesserung der Wassereffizienz, der Bodengesundheit, des Pflanzenschutzes, der Artenvielfalt und der Arbeitsbedingungen zu unterstützen.
Better Cotton Initiative-Mitgliedsnummer 1003496, gelistet auf bettercotton.org


Materialien tierischen Ursprungs
Wir wählen tierische Materialien nach den Kriterien unserer Liste verbotener Materialien aus. 2025 haben wir diese Liste mit unserer DRYKORN POLICY: TIERISCHE MATERIALIEN ergänzt. Sie legt unsere Beschaffungsgrundsätze und Sorgfaltsprozesse im Detail fest und ist Teil unseres Vertragspakets mit Lieferanten.
78%
des Umsatzes im GJ 2024/25 wurde durch natürliche, tierische und regenerierte Materialien erzielt.
22%
des Umsatzes im GJ 2024/25 wurde mit synthetischen Materialien erzielt.
Unsere Top 3 Fasern nach verwendetem Volumen*
Baumwolle 43% | Schafswolle 13% | Polyester 13%
*GJ 2024/25. Materialherkunft ist kein Indikator für Umweltauswirkungen.
Vegan, Mulesing & Leder
Vegan
Wir können nicht mit vollständiger Sicherheit behaupten, dass unsere Produkte vegan sind. Warum? Weil das nicht einmal unsere Lieferanten können. Tierische Substanzen tauchen selbst an Stellen auf, an denen sie niemand vermutet – etwa in Farbstoffen, Waschmitteln oder in Ausrüstungsmitteln.
Mulesing
Mulesing bezeichnet die chirurgische Entfernung von Hautfalten am Hinterteil von Lämmern, um einen Befall mit Parasiten zu verhindern. Es wird ausschließlich in Australien praktiziert, meist ohne Betäubung: Wir lehnen Mulesing ab.
Gemessen am Umsatz stammen 44 % unserer Wolle aus Australien. Und während wir uns bis zum Geschäftsjahr 2024/25 auf branchenübliche Systeme zur Sicherstellung des „mulesing-frei“ Status verlassen haben, sehen wir, dass das nicht mehr ausreicht. Diese Systeme verifizieren den Mulesing-Status nicht unabhängig auf den Farmen, sondern erst später in der Lieferkette. Für uns ist das nicht länger ausreichend. Für australische Wolle können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht behaupten, dass wir “mulesing-frei” sind. Wir stehen nun in direktem Kontakt mit australischen Wollorganisationen zu Alternativen zum Mulesing.
Leder
Das von uns verwendete Leder stammt von Rindern, Schafen und Ziegen – Tieren, die üblicherweise für die Fleischproduktion gehalten und geschlachtet werden. Wir verwenden kein Leder von Tieren, die ausschließlich für ihre Häute gezüchtet werden.
In deinem DRYKORN-Produkt wirst du nicht finden:
Angora | Mohair | Materialien von exotischen Tierarten | Echtpelz, ausgenommen Lammfell & Kuhhaut
Das Verbot ist in unserer „DRYKORN POLICY: TIERISCHE MATERIALIEN“ festgeschrieben, die Teil unseres Vertragspakets mit Lieferanten ist und von diesen unterzeichnet wird. Sie greift schon vor der Auftragsvergabe: Unsere Produktmanager:innen und unser Einkaufsteam sind auf alle verbotenen Materialien geschult und wählen sie von vornherein nicht aus.
Qualitätschecks
Wir testen nicht jedes Material im Labor. Wir testen dort, wo das Risiko liegt: bei neuen Lieferanten, neuen Qualitäten, Erkenntnissen aus vorangegangenen Saisons oder bei Materialdatenblättern, die zu gut aussehen. Tests werden ausschließlich von externen Laboren nach definierten Testmethoden durchgeführt; an der finalen Produktionsware, nach allen Veredelungen, Waschungen und Drucken.
Jedes Material muss definierte Mindestanforderungen erfüllen: Pilling-Verhalten, Formbeständigkeit, Farb- und Lichtechtheit, Nahtverschiebung, um nur ein paar davon zu nennen. Unsere Lieferanten akzeptieren diese Anforderungen vertraglich und bestätigen sie für jeden neuen Artikel in einem Materialdatenblatt. Unsere Waschtests laufen standardmäßig über fünf Zyklen, bei einem risikoreicher erscheinenden Material auch mehr. Zeigt ein Material entsprechende Einschränkungen, passen wir das Design an, kennzeichnen das Kleidungsstück oder arbeiten mit dem Produktionspartner an einer Verbesserung.
CIRCULAR ECONOMY
Reparaturen bei DRYKORN
Du hast ein DRYKORN Teil bei uns gekauft und es braucht eine Reparatur? Kontaktiere uns gern, dann finden wir gemeinsam den richtigen Weg für dein Lieblingsteil. Wir sehen uns jedes defekte Kleidungsstück einzeln an und melden uns bei dir mit den möglichen Reparaturoptionen und eventuellen Kosten, bevor wir beginnen.
Für aufwendige unsichtbare Ausbesserungen (wie etwa bei Strickteilen) geben wir dein Teil an Kunsto weiter, eine Spezialwerkstatt in Bayreuth. Und solltest du jemals einen Knopf verlieren, schreib‘ uns einfach – wir schicken kostenlos Ersatz. Mehr dazu findest du in unserem Repair-Guide.
Textilabfall
Im Geschäftsjahr 2024/25 haben wir 1,9 Tonnen Stoffmuster und nicht reparierbare Retouren über das von TURNS betriebene Recyclingsystem entsorgt. Insgesamt gingen 234 kg ins Faser-zu-Faser-Recycling, 829 kg wurden für die industrielle Nutzung downgecycelt und 774 kg wurden energetisch verwertet (Verbrennung). Letzteres ist keine Recyclingstrategie, sondern Vernichtung – die letzte Option für Textilien, die absolut unbrauchbar sind.
Verglichen mit den 458,9 Tonnen an Textilien, die wir in Verkehr gebracht haben, ist die Menge an Textilabfällen sehr niedrig. Dennoch wollen wir, dass auch kleine Mengen textilen Abfalls auf die richtige Weise entsorgt werden.
